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NEWS

Bestand als Ressource. Stadt als Maßstab.

Erscheinungsdatum: 16.07.2026

Barbara Jahn

Bestand als Ressource. Stadt als Maßstab.

Mit „Francis“ setzen Delugan Meissl Associated Architects und Josef Weichenberger Architects auf Konversion statt Neubau und entwickeln eine bestehende Struktur für neue Nutzungen und neue Beziehungen im Stadtraum weiter.

Delugan Meissl Associated Architects (DMAA) und Josef Weichenberger Architects (JWA) haben den Franz-Josefs-Bahnhof und das ehemalige Bank-Austria-Gebäude in Wien unter dem Namen „Francis“ durch Rückbau, Umbau und Aufstockung neu organisiert. Die bisher abgeschlossene Anlage wurde geöffnet: Neue Durchwegungen verbinden Spittelau und Lichtental, eine Plaza über den Gleisen verknüpft Julius-Tandler-Platz, Spittelauer Platz und Lichtentaler Platz. Die verspiegelte Fassade wurde durch eine seidenmatte Edelstahlfassade ersetzt, der Sockel geöffnet und die dominante Freitreppe zurückgebaut. Neue Terrassen sowie öffentliche und halböffentliche Bereiche ergänzen die bestehende Gebäudestruktur.

Die Tragstruktur des Gebäudes aus den 1970er Jahren blieb erhalten und bildete die Grundlage für die Neuentwicklung. Auf Basis einer digitalen Bestandsanalyse wurden die vorhandenen Strukturen an heutige Anforderungen angepasst und um zwei Geschosse ergänzt. Die bestehende Skelettbauweise ermöglichte flexible Büroflächen mit großzügigen Raumhöhen und Außenbereichen. Neue Nutzungen im Erdgeschoss, barrierefreie Zugänge, Fahrradinfrastruktur und eine unterirdisch organisierte Ver- und Entsorgung binden das Gebäude stärker an den Stadtraum an und entwickeln den ehemaligen Solitär zu einem integrierten Teil des Althan Quartiers weiter.

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© Barbara Jahn