Barcelona ist Gastgeber des UIA-Weltkongresses der Architekten 2026
Erscheinungsdatum: 28.05.2026
Dies ist eine überarbeitete Übersetzung des Originaltextes von Rafael Vieira
Inmitten von Debatten über Wohnraum, die Klimakrise und urbane Transformationsprozesse bringt der UIA-Kongress erneut Architektinnen und Architekten, Forschende und Kuratorinnen und Kuratoren aus der ganzen Welt zusammen, um über die Zukunft der Städte und zeitgenössische Formen des Wohnens zu diskutieren.
Der Weltkongress der Architekten, organisiert von der International Union of Architects / Union Internationale des Architectes (UIA), hat sich zu einer der wichtigsten internationalen Plattformen für den Austausch über zeitgenössische Architektur und räumliche Transformationen entwickelt. Alle drei Jahre treffen sich Fachleute, Forschende, Studierende und Kuratorinnen und Kuratoren aus unterschiedlichen Regionen, um Themen zu diskutieren, die heute viele Städte prägen: die Wohnraumkrise, den Klimawandel, Tourismusdruck sowie Spannungen zwischen kulturellem Erbe, Gemeinschaft und öffentlichem Raum.

Collage aus digital bearbeiteten Bildern von Judit Musachs und Pol Pérez, ausgewählt vom Kuratorenteam. Bildunterschriften im Uhrzeigersinn: „Bangkok Opportunistic Ecologies“, Zeichnung von Animali Domestici; „Reino Mineral“, Zeichnung von Lluís Alexandre Casanovas; „Closer Each Day: The Architecture of Everyday Death“, für das Canadian Centre for Architecture, Zeichnung von Common Accounts; „Athens by Hills“, Zeichnung von Point Supreme; „Nora House“, Zeichnung von Atelier Bow-Wow; „P.A.R.C“, Zeichnung von Adrià Escolano & David Steegmann; „Isometric Fence Mount Fennell 1950“; „Phyla“, Zeichnung von TAKK; „Jardins élémentaires“, Villa Medici, Zeichnung von Michel Desvigne; Cover von „Athenian Primitivism“, Zeichnung von Al White.
Die Ausgabe 2026 findet vom 28. Juni bis 2. Juli in Barcelona statt – einer Stadt, deren eigene urbane Geschichte sie zu einem besonders symbolischen Ort für diese Reflexionen macht. Der Kongress fällt zudem mit Barcelonas Ernennung zur UNESCO-UIA Welthauptstadt der Architektur 2026 zusammen und erweitert sein Programm über verschiedene Orte der Stadt hinweg, unter Einbeziehung kultureller Einrichtungen, Universitäten und öffentlicher Institutionen.
Tausende Teilnehmende aus Dutzenden von Ländern werden erwartet. Das Programm umfasst Konferenzen, Debatten, Ausstellungen, Workshops, Stadtrundgänge und Projektpräsentationen. Unter dem Thema „Becoming. Architectures for a Planet in Transition“ lädt der Kongress dazu ein, Architektur in einer Zeit ökologischer, sozialer und politischer Instabilität neu zu denken und unterschiedliche Praktiken, Disziplinen und Kontexte miteinander zu verbinden.
Der Kongress zielt nicht nur darauf ab, Projekte oder Trends zu präsentieren, sondern auch einen Raum für Dialog – und mitunter auch für Konfrontation – zwischen unterschiedlichen Perspektiven auf Territorium und Wohnen zu schaffen. In einem Kontext, in dem viele Städte von Ausgrenzung, Übertourismus und Verdrängung betroffen sind, wird die Diskussion über Architektur zugleich zu einer Diskussion über Erinnerung, Macht und Lebensweisen.
